Windows 8.1 ist fertig

Zwar fehlt noch die offizielle Bestätigung, doch die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Microsoft hat die Entwicklung des Updates für Windows 8 abgeschlossen und mit der Auslieferung an die OEM-PC-Hersteller begonnen. Die Build-Nummer der fertigen Version soll 9600.16384.130821-1623 lauten. Sie braucht wohl keinen neuen Installationschlüssel, sondern akzeptiert den von Windows 8.

Mit 8.1 kehrt der Startknopf zurück, doch bei einem Klick darauf öffnet sich weiterhin die Startseite mit den Kacheln, das Startmenü fehlt also. Der Nutzer kann nun wieder direkt zum Desktop durchstarten. Das Layout der Startseite lässt sich als XML-Datei speichern, mit dieser lässt es sich per Gruppenrichtlinie festschreiben. Es lassen sich nun bis zu vier Apps pro Monitor nebeneinander darstellen. Eine neue App namens „Help & Tips“ erklärt mit Videos die Bedienung der Kachel-Oberfläche, auch ein Wecker ist nun dabei. Der mitgelieferte Virenscanner bekommt eine Verhaltenserkennung spendiert. Außerdem hat Microsoft an den PC-Einstellungen weitergearbeitet, so findet man die Schalter zum Umstellen einer Netzwerkverbindung von „öffentlich“ auf „privat“ nun hier.

Besitzer von Windows 8 werden 8.1 ab dem 17. Oktober als kostenloses Update im Windows Store finden. Gleichzeitig sollen auch neue Geräte mit 8.1 erscheinen. Ob MSDN- und Technet-Abonnenten vorher drankommen, ist bislang nicht bekannt.

Aktualisiert wird auch der Windows Server 2012, der damit ab Oktober zum Server 2012 R2 wird. Auch das System Center 2012 wird zur R2-Version, Intune soll ebenfalls ein Update bekommen. Verfügbar sind die neuen Versionen anfangs nur für Kunden mit Software-Assurance-Verträgen. Neue Lizenzen kann man ab 1. November bestellen.

Die R2-Versionen bringen vor allem Verbesserungen für den Einsatz in Cloud-Infrastrukturen mit, unter anderem für die Virtualisierungstechnik Hyper-V. Außerdem hat Microsoft mit den „Work Folders“ eine Art Dropbox-Alternative eingebaut, mit der Mitarbeiter Firmendaten auf ihre privaten Geräte laden können, ohne dass der Administrator die Kontrolle darüber verliert.

 

Erstmalig veröffentlicht auf:

www.heise.de

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